Staffeln

Aus Stadtwiki Stuttgart
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Emil-Molt-Staffel

Welche andere Stadt hat so viele und schöne Treppenanlagen zu bieten? Man gehe einmal an einem schönen Sommertag von der Reinsburgstraße im Stuttgarter Westen gemächlich die Bismarckstaffel hinab, oder man steige die Sünderstaffel hoch. Dann entdeckt man sie: Treppen als kleine, grüne, schattige Oasen in der Großstadt. Es werden insgesamt etwa 300 dieser vielgestaltigen Treppenanlagen sein, die sich alleine im städtischen Bereich finden. Davon ist die Taubenstaffel in Heslach mit 256 Metern die längste ihrer Art.

Wer es gerne noch grüner mag, der erklimmt die schmalen Stufen der unzähligen Stäffele in den Weinbergen der Randgebiete, zum Beispiel in Untertürkheim. Idyllische, verwilderte Steinstufen winden sich durch die Weinberge. Hier findet man die ursprünglichen flachen Stufen, die den Lasttieren ein Emporklettern ermöglichten. Diese Stufen werden bei Nässe und Schnee sehr schnell glatt und machen so manchen Spaziergänger zum „Stäffelesrutscher“.

Die Stäffele verdanken ihren Ursprung der Notwendigkeit, kleine Treppen in die steilen Weinberge zu setzen. Erst später, als die Weinberge im heutigen Stadtgebiet dem Häuserbau weichen mussten, entstanden die ersten Staffeln in der Stadt. Diese Entwicklung kann man sehr schön an den Hängen der Stadt nachvollziehen, wo ehemalige Weinbergstücke als Schrebergärten oberhalb der Häuserzeilen erhalten geblieben sind.

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