Ostendplatz

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Ostendplatz in Stuttgart

Allgemeines

Der Ostendplatz ist die Kreuzung von Haußmannstraße, Ostendstraße und Landhausstraße im Stadtteil Ostheim (Bezirk Ost). Die Bezeichnung erhielt der Platz im Jahr 1957 aufgrund der ehemals als "Ostend" bezeichneten Wohngegend, nicht wie der Name vielleicht vermuten ließe als "Ende des Ostens". Seit einigen Jahren ist der Platz wieder als Kreisverkehr umgebaut, der gemeinsam von Autos, Fußgängern und der Stadtbahn verwendet wird.

Es besteht am Ostenplatz eine sehr gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsmittelnetz der SSB (Buslinien 42, 45 und sowie Stadtbahnlinie U4). Außerdem steht ein Taxistand zur Verfügung.

Geschichte

Der Platz bestand bereits im 19. Jahrhundert, als die ersten Häuser der "Kolonie Ostheim" durch den "Verein für das Wohl der arbeitenden Klassen" (ab 1933 "Gemeinnütziger Bau- und Wohlfahrtsverein Stuttgart", heute "Bau- und Wohnungsverein") unter der Leitung von Eduard Pfeiffer gebaut wurden. Hier wurde 1892 die erste evangelische Kirche (eine provisorische Kapelle) erbaut, die bis zur Einweihung der Lukaskirche im Jahr 1899 in Benutzung war.

Der Bereich um den Ostenplatz wurde bereits ab 1895 ebenfalls mit Mietwohnungen bebaut, als eines der größeren Projekte wurde zwischen Abelsbergstraße, Lehmgrubenstraße, Landhausstraße in den Jahren 1911-13 die Siedlung "Ostenau" gebaut. Diese Siedlung sollte für ca. 250 Familien eine Wohnung bieten. Nach den Bombenschäden des 2.Weltkriegs wurde die Siedlung fast vollständig wieder aufgebaut und ist heute noch (mit entsprechend modernisierten Wohnungen) vermietet.

Sonstiges

Am Ostenplatz befand sich bis 1971 die Hauptwerkstatt der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB), nachdem diese aus Platzgründen in einen Neubau nach Stuttgart-Möhringen verlagert wurde, wurden die dort stehenden alten Gebäude teilweise abgerissen und durch das "Ostend-Zentrum" mit der Ostendpassage ersetzt. Heute gibt es hier neben Lebensmittel-Einzelhandel ein weit gefächerte Warenangebot und jeden Freitag findet in der Jakob-Holzinger-Gasse ein Wochenmarkt statt. Im Jahr 2002 fanden die Bauarbeiten einen vorläufigen Endpunkt, da zu diesem Zeitpunkt das lange geplante "Stadtteil-Rathaus" mit Postfilile eröffnet wurde. Geplant ist in den nächsten Jahren die noch verbliebenen Gebäude des ehemaligen SSB-Betriebshof abzureißen und eine Altenwohnanlage zu errichten.

Besonderheiten

In unmittelbarer Nähe des Ostendplatzes befindet sich noch die Stadtteilbücherei Ost (seit 2003: Eduard-Pfeiffer-Bücherei) sowie das Leo-Vetter-Bad.