Hundehalter

Aus Stadtwiki Stuttgart
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hundehaltung in Stuttgart – das muss man wissen

In Baden-Württemberg hat man auf Listenhunde gesetzt. Es gibt dabei zwei Listen, die geführt werden. Sie umfassen unterschiedliche Hunderassen, die als so genannte „Kampfhunde“ bezeichnet werden.

Liste 1:

  • American Staffordshire Terrier
  • Bullterrier
  • Pit Bull Terrier

Liste 2:

  • Bullmastiff
  • Staffordshire Bullterier
  • Bordeaux Dogge
  • Dogo Argentino
  • Fila Brasileiro
  • Mastino Napoletano
  • Mastin Espanol
  • Mastiff
  • Tosa Inu
  • alle Kreuzungen dieser Rassen untereinander oder mit anderen Hunderassen

Für die so genannten Kampfhunde gelten in ganz Baden-Württemberg folgende Regelungen:

  • Für die Haltung ist eine Erlaubnis notwendig, sobald der Hund das Alter von sechs Monaten überschritten hat.
  • „Kampfhunde“ müssen eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen, dies ist gesetzlich vorgeschrieben.
  • „Kampfhunde“ dürfen nur Personen überlassen werden, sobald sie das eigene Grundstück verlassen, welche absolut vertrauenswürdig sind.
  • Generell sind diese Hunde außerhalb des eigenen Grundstücks an der Leine zu führen.
  • Am Halsband ist eine Kennzeichnung anzubringen, die den Halter des Hundes identifiziert.
  • Eine Maulkorbpflicht besteht außerhalb des eigenen, umfriedeten Besitztums ebenfalls.
  • Eine beglaubigte Kopie über die Haltungserlaubnis muss bei jedem Verlassen des eigenen Grundstücks mitgeführt werden.
  • Wird der Hund verkauft, ist der neue Besitzer namentlich und unverzüglich der zuständigen Ortspolizeibehörde zu melden. Gleiches gilt bei Verlust eines solchen Hundes, etwa durch Weglaufen.
  • Eine Zucht oder Vermehrung der oben genannten „Kampfhunde“ ist nicht gestattet. Stattdessen ist die Kastration vorgeschrieben.

Generelle Regeln zur Hundehaltung in Stuttgart

Auch in Stuttgart greifen diese landesweiten Regelungen natürlich. Hier gelten zusätzlich folgende Regeln für alle Hunde:

  • Kein Leinenzwang auf öffentlichen Straßen und im Wald, sofern eine Aufsichtsperson den Hund begleitet und diese jederzeit auf das Tier einwirken kann.
  • In folgenden Bereichen ist eine 1,5 Meter kurze Leine für das Gassigehen zu nutzen:
    • öffentliche Anlagen
    • Fußgängerzonen
    • Fußgängerunterführungen
    • in unterirdischen Verkehrsbauwerken
    • an Haltestellen der öffentlichen Verkehrsbetriebe, inklusive Zu- und Abgänge zu den Stationen
    • auf Treppen und Bahnsteigen
    • auf dem öffentlichen Weg „Neckardamm“
    • bei Menschenansammlungen
  • Fernhalten des Hundes ist vorgeschrieben von
    • öffentlichen Liegewiesen,
    • Spielplätzen,
    • Schulhöfen,
    • Tageseinrichtungen für Kinder,
    • Kinder- und Jugendhäuser,
    • Bolzplätzen,
    • Sport- und Freizeitanlagen unter freiem Himmel – Ausnahmen gelten, wenn diese unter das Waldgesetz fallen
  • Auf dem Wasen sind Hunde in Stuttgart generell während des Stuttgarter Frühlingsfests und des Cannstatter Volksfestes verboten
  • Ein Verbot zur Mitnahme von Hunden besteht darüber hinaus im Gottlieb-Daimler, im Gazi- und Robert-Schlienz-Stadion.
  • Ebenfalls besteht in Stuttgart eine Kotbeseitigungspflicht auf allen öffentlichen Flächen und Wegen. Bei Nichtbeachtung droht eine Geldbuße.

Wie hoch fällt die Hundesteuer in Stuttgart aus?

In Stuttgart gelten folgende Sätze für die Hundesteuer:

  • Ersthund = 108 €
  • Zweit-/Dritthund usw. = 216 €
  • Kampfhunde/gefährliche Hunde = 612 €
  • Zwingeranmeldung für Züchter = 216 €

Zu den gefährlichen Hunden können auch Hunde gezählt werden, die nicht zu den Listenhunderassen zählen, aber aufgrund ihres aggressiven Verhaltens auffällig geworden sind. Die ausgegebenen Steuermarken sind direkt am Halsband zu befestigen, bei Verlust können Ersatzmarken geordert werden – Kostenpunkt: 5 Euro.

Quellen