Eisenbahn in und um Stuttgart

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Das Eisenbahnnetz im Königreich Württemberg entwickelte sich schnell aus der Centralbahn von Ludwigsburg nach Stuttgart und von Plochingen über Esslingen nach Stuttgart. Dieser östliche Flügel wurde bald bis nach Ulm ( = Ostbahn ) ausgebaut. In Ulm schließt sich die Südbahn zum Bodensee an.

Nach Westen und Norden gab es strahlenförmig zwei Erweiterungen, so dass das Königreich durchgehend von einem dreistrahligen Streckennetz durchzogen war. Dieses Netz bildet sozusagen das Rückgrat durch das seither jede Erweiterung mit allen anderen Teilen des Landesban verbunden wird.

Geschichte

  • Bereits 1834 empfahl eine Kommission von Räten und Experten eine Streckenführung von Cannstatt nach Ulm und von dort weiter nach Friedrichshafen.
  • 1835 wurde im Dezember die „Ulmer Eisenbahn-Gesellschaft" gegründet. Sie regte eine Bahnlinie von Cannstatt durch das Filstal über Plochingen und Geislingen nach Ulm an. Die Residenz in Stuttgart sollte zunächst mit einer Stichbahn von Cannstatt aus bedient werden. Cannstatt war damals noch die wichtigere Postdurchgangsstation der „Thurn und Taxis-Post".
  • 1836 wurde eine erste landesweite „Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft" gegründet (1838 wieder liquidiert).
  • 1839 wurden die Ergebnisse der vom König in Auftrag gegebenen Untersuchungen von Oberbaurat Bühler und Generalmajor Seeger in der Abgeordnetenkammer vorgelegt. Der Oberingenieur Alois Negrelli von der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn in Wien sollte danach als unabhängiger Fachmann zu den vorliegenden Plänen Stellung beziehen. Auch er riet zu einer Streckenführung durch das Filstal.
  • Am 18. April 1843 wurde das württembergische „Eisenbahngesetz" verabschiedet. Hauptstrecken der Eisenbahn sollten vom Staat bebaut und betrieben werden. Nur Nebenbahnen durften in privater oder kommunaler Regie errichtet werden. Eine „Eisenbahn-Kommission", der neben Oberbaurat Karl Etzel und Baurat Michael Knoll weitere Personen angehörten, wurde maßgeblich aktiv. Knoll hatte die Planung und Bauleitung der Ostbahn von Esslingen bis Ulm; Etzel die der Centralbahn.
  • 1844 begannen die Bauarbeiten am Pragtunnel.
  • Am 22. Oktober 1845 wurde die erste Strecke der „Centralbahn" von Cannstatt nach Untertürkheim eröffnet. Ende November wurde Esslingen auf den Gleisen erreicht.
  • 1845 begann der Bau der Gleise auf der Geislinger Steige (schwierigster Abschnitt der Ostbahn).
  • 1846: Fertigstellung des ersten Rosensteintunnels
  • Ab dem 15. Oktober 1846 gab es auf ihr einen durchgehenden Zugbetrieb von Esslingen über Stuttgart bis nach Ludwigsburg.
  • Am 14. Juni 1846 wurde der Betrieb auf die Strecke Süßen - Geislingen erweitert.
  • 1848 wurde die Nordbahn vollendet.
  • 1850 konnte der König bis nach Friedrichshafen durchfahren (Ostbahn und Südbahn).
  • Für die Westbahn waren Verhandlungen und Einigungen mit dem Land Baden erforderlich. Mit dem Anschluss an die Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Mannheim in Bruchsal einigte man sich auf einen für beide Seiten entfernungsmäßigen Kompromiss. Zwischen 1850 und 1853 wurde sie gebaut.
  • Bei Ulm wurde 1854 ein Anschluss an das bayerische Eisenbahnnetz fertig gestellt.

Nun war Stuttgart mit den meisten Nachbarländern auf dem Schienenweg verbunden.

  • 1859 folgte ein Streckenast neckaraufwärts von Plochingen bis Reutlingen; mit der Weiterführung bis Rottenburg 1861 und bis Eyach im Südwesten 1864 (Obere Neckarbahn). Ebenso folgten der Ast von Heilbronn nach Crailsheim und die Strecke nach Aalen (1861).
  • Insbesondere nach 1890 folgten viele Nebenbahnen in die Fläche hinein.
  • 1914: Fertigstellung des heutigen Rosensteintunnels
  • Nach dem Ersten Weltkrieg gingen die Länderbahnen in der am 1. April 1920 gegründeten Reichsbahn auf.

Linienführungen

Centralbahn

Von Nord nach Südost bzw. umgekehrt:


Nordbahn

Die Nordbahn, heute Teil der Frankenbahn ist eine inzwischen 180 km lange Eisenbahnstrecke im Norden Baden-Württembergs und im unterfränkischen Teil Bayerns, die Stuttgart mit Würzburg verbindet.

Die Bezeichnung für die Eisenbahnstrecke Stuttgart–Würzburg entstand aus der Erweiterung der Linie nach Heilbronn (1848 erreicht) und der Umstrukturierung von 1996 im Rahmen der Regionalisierung der Bundesbahn u.a. in die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg. Der Abschnitt Stuttgart bis Bietigheim-Bissingen wird historisch als Teil der württembergischen Westbahn der Strecke 4800 Stuttgart–Bretten zugeordnet. Der Abschnitt Stuttgart–Ludwigsburg gehörte historisch zur alten Strecke der württembergischen „Centralbahn“.

Im Bahn-Kursbuch hat die ganze Strecke die Nummer 780.

Von Stuttgart aus nach Norden:

am Neckar
  • Heilbronn (Ende der historischen Nordbahn)
  • Bad Friedrichshall-Jagstfeld
Jagsttal
  • Möckmühl
Seckachtal
  • Adelsheim
  • Osterburken
  • Eubigheim (mit 333 m ü. NN höchstgelegener Bahnhof der Strecke und Wasserscheide vom Neckar zum Main)
Umpfertal
  • Königshofen
Taubertal
  • Lauda
  • Würzburg

Ostbahn

Südbahn

Die Südbahn (KBS 751) ist die Bahnstrecke zw. Ulm Hbf und Friedrichshafen Hafen. Es verkehren dort die Züge der RE-Relation Stuttgart-Ulm-Friedrichshafen Stadt-Lindau, die IRE-Sprinter Ulm-Basel, zwischen Aulendorf und Friedrichshafen Hafen die Züge der Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB) und zwischen Friedrichshafen Stadt und Hafen die RBs der Relation Lindau-Friedrichshafen. Morgens und Abends verkehren Züge der DB als RB von Ulm bis Friedrichshafen Stadt mit allen Halten außer Biberach (Riß) Süd. Die Züge halten in:

  • Ulm Hbf (IRE, RE, RB-Halt)
  • Ulm-Donautal (RB-Halt)
  • Erbach (Württ) (RB-Halt)
  • Laupheim West (RE, RB-Halt)
  • Laupheim Stadt (RB-Halt)
  • Schemmerberg (RB-Halt)
  • Warthausen (RB-Halt)
  • Biberach (Riß) (IRE, RE, RB-Halt)
  • Biberach (Riß) Süd (RB-Halt)
  • Bad Schussenried (RE-Halt)
  • Aulendorf (IRE, RE, BOB-Halt)
  • Mochenwangen (BOB-Halt)
  • Niederbiegen (BOB-Halt)
  • Weingarten Berg (BOB-Halt)
  • Ravensburg (IRE,RE, BOB-Halt)
  • Weißenau (BOB-Halt)
  • Oberzell (BOB-Halt)
  • Meckenbeuren (RE, BOB-Halt, 1x pro Tag und Richtung IRE)
  • Kehlen (BOB-Halt)
  • Friedrichshafen Flughafen (IRE, BOB-Halt, vereinzelte DB-Halte)
  • Löwental (BOB-Halt)
  • Friedrichshafen Stadt (IRE, RE, RB, BOB-Halt)
  • Friedrichshafen Hafen (RB, BOB-Halt)

Westbahn

Nebenbahnen im Norden

  • Die Kocherbahn, 1862 von Heilbronn aus über die Hohenloher Ebene bis Schwäbisch Hall und ab 1867 bis Crailsheim
  • 1869: Taubertalbahn von Crailsheim nach Bad Mergentheim

Nebenbahnen im Osten

Nebenbahnen im Süden

Siehe auch

Weblinks

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