Landesfrauenklinik

Aus Stadtwiki Stuttgart
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In Berg gab es lange Jahre eine Landesfrauenklink (Gebäranstalt) und eine Landeshebammenschule. Die bis 1921 Königliche Stiftung "Mütterhaus am Katharinenhospital" wurde nach dem 1. Weltkrieg aufgelöst und die Landesfrauenklinik und Hebammenschule wurden Landeseinrichtungen (Württemberg).

==Geschichte der Landesfrauenklink mit Landeshebammenschule

Anfang des 19. Jahrhunderts entstand ein formuliertes Bedürfnis nach einer Hebammenschule, in der eine systematische und praktische Ausbildung der Hebammen möglich war. Im Jahr 1819 setzte das Ministerium des Innern eine Kommission für den Bau eines Kranken- und Gebärhauses in der Stadt Stuttgart ein. Die Gründung der Lehranstalt ist mit der Geschichte des Katharinenhospitals eng verbunden. Beide gibt es dank einer Stiftung, die dem Gedenken an die 1819 verstorbene Königin Katharina gewidmet war.

Durch ein im Jahr 1836 erlassene Gesetz, wonach jede Gemeinde eine Hebamme aufzustellen hatte, erhielt das Hebammenausbildungswesen starken Auftrieb. 1862 wurde die Hebammenschule zusammen mit der Gebäranstalt aus dem Katharinenhospital ausgegliedert und in einem eigens dafür errichteten Gebäude am Herdweg untergebracht.

Da das alte Gebäude von 1862 trotz Erweiterungsbauten nicht mehr den Bedürfnissen entsprach, wurde in den Jahren 1926 bis 1928 im Stadtteil Berg an der Talseite der Villa Berg am Parkrand der Neubau der Landesfrauenklinik errichtet. Diese wurde nach dem zweiten Weltkrieg mehrmals umgebaut und erweitert. Seit 7. Dezember 1954 führt die Lehranstalt die Bezeichnung "Landesfrauenklinik Stuttgart mit Hebammenlehranstalt".

1986 wurde die Landesfrauenklinik aufgelöst und trug ab 1.10.1986 den Namen "Städische Frauenklinik Berg". 1988 wurde sie dem Olgahospital zugeordnet. Ende der 1990er Jahre wurden die Gebäude in Berg privat umgenutzt. Neue Wohnblocks entstanden. Die geburtshilfliche Abteilung zog in das Krankenhaus Bad Cannstatt, die Kinderabteilung ins Olgahospital ("Olgäle") - heute zwei der insgesamt vier Standorte des "Klinikums Stuttgart".


Das erhaltene Schriftgut der Klinik liegt beim Stadtarchiv Stuttgart.

Direktoren

- Dr. med. et. chir. Ludwig Friedrich Frank

- Hofrat Medizinalrat Dr. med. Johann Adam Elsässer (bis 1862)

- Obermedizinalrat Dr. med. Maximilian von Haussmann (1862-1877)

- Dr. med. Hermann Fehling (1877-1887)

- Obermedizinalrat Dr. med. Gustav-Adolf Walcher (1887-1918)

- Obermedizinalrat Dr. med. Max Fetzer (1918-1946, 1946 verstorben)

- Oberregierungsmedizinalrat Prof. Dr. med. Hans Reichenmiller (1948-1967)

- Oberregierungsmedizinalrat Prof. Dr. Rudolf Maximilian Mey (1967-1986)