Killesbergbahn: Unterschied zwischen den Versionen

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==Presseberichte==
 
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Version vom 5. Juli 2015, 11:25 Uhr

Die Killesbergbahn kann nur von BesucherInnen des Parks (Eintritt) in Stuttgart bestaunt und benutzt werden. Sie heißt nach dem Berg auf dem der Park bis 1939 angelegt wurde.

Im Sommerhalbjahr verkehren auf einer knapp 2,3 km langen, schmalspurigen Parkeisenbahn-Strecke mit der Spurweite von 15 Zoll (Schienenabstand = 38,1 cm) Züge mit Anhängern, auf denen rittlings die Kinder sitzen können. Von April bis Oktober befördert die Parkeisenbahn jährlich bis zu 100.000 kleine Menschen.

werktags werden die Zügle von den Dieselloks „Blitzschwoab“ und „Schwoabapfeil“ gezogen und
an Sonn- und Feiertagen auch von den beiden Dampflokomotiven „Tazzelwurm“ und „Springerle“.

Geschichte

1928 lieferte die Firma Krauss & Co aus München eine gebrauchte B-gekuppelte Schlepptenderlok nach Stuttgart ins Affenparadies der Königs-Tierzucht, das damals als kleiner privater Tierpark mit Affen, Seelöwen und Bären an der heutigen Straße “Am Kochenhof” auf Höhe des Parkhauses Rote Wand entstand. Im Jahre 1933 wurde der Kleinzoo geschlossen und die Bahn zog in das Waldheim Raichberg im Stadtteil Gaisburg um.

1939 gelangte sie für die Vorbereitungen zur Reichsgartenschau auf den Killesberg.

Vor dem Ausbau für die Reichsgartenschau 1939 war hier ein Steinbruchgelände. Der damalige, etwa dreieinhalb Kilometer lange Rundkurs hat mit der heutigen Strecke nur wenig gemein.

  • 22. April 1939: Eröffnung der Reichsgartenschau. Die beiden ersten Lokomotiven hießen “Ha.no!” und “Götz von Berlichingen”.


Im Rahmen der Judenverfolgung wurden 1942 die Messehallen als Sammellager von den Nazis für ihre Opfer aus Stuttgart und Umgebung vor den Deportationen in die Vernichtungslager genutzt. (Vergleiche Mahnmal Nordbahnhof)


1950-55 kam es mit dem Bau neuer Messehallen zu Veränderungen - die Sägehalle wurde errichtet; der Bahnhof an die "Großen Wasserspiele" verlegt und die Streckenführung geändert.


Bei der Bundesgartenschau 1961 bekam die Parkeisenbahn ihr heutiges Abstell- und Werkstattgebäude.

Im Vorfeld der Internationalen Gartenschau 1993 (IGA) wurde mit dem "Schwoabapfeil" 1992 eine zweite Diesellok angeschafft, der man ihren vorigen Dienst als Werksbahn noch gut ansieht.

Im selben Jahr wurde auch eine neue Signalanlage installiert.


1995 wurde die gesamte Anlage zum technisch-historischen Kulturdenkmal erklärt. Sie steht damit unter Denkmalschutz.

Der Förderverein "Freunde und Förderer der Killesberg Kleinbahn e. V." unterstützt seitdem den Betrieb der Kleinbahn.

Über die Loks der Killesbergbahn Tazzelwurm, Springerle, Schwoabapfeil und Blitzschwoab

Diesellokomotiven

  • „Blitzschwoab“ (Baujahr 1950, Fa. Gmeinder in Mosbach)
  • „Schwoabapfeil“ (Baujahr 1992)


Die Dampflokomotive haben Kessel mit einem Fassungsvermögen von 700 Litern Wasser plus Tender mit 1000 Liter.

  • „Tazzelwurm“
  • „Springerle“.

2005 rüstete man die beiden Dampflokomotiven an den Hauptschmierstellen auf regulierbare Öler mit Öltank um. Dies erleichtert den Fahrbetrieb erheblich, da dies die Kontrollzeiten minimiert und der Ölverbrauch an den einzelen Lagern beobachtet werden kann.


2015 in Vorbereitung:

  • die spanische Lok Santa Maria (Bj. 1929)

Alle sind 2´C`1 Liliputlokomotiven der Bauart Martens, gebaut von der Firma Krauss-Maffei in München 1929 bzw. 1950. Sie sind in der Konstruktion angelehnt an die Einheitslokomotiven der Deutschen Reichsbahn um 1925. Diese Liliputlokomotiven wurden das erste Mal bei der Deutschen Verkehrsausstellung in München (DEAV) präsentiert.

Leergewicht: 5,2 t

Zulässige Höchstgeschwindigkeit: 30 km/h

Die Fabrik-Nr. : Santa Maria 8455, Tazzelwurm 17674, Springerle 17675

Personenwagen

Derzeit sind 14 Personenwagen im Bestand. Sie wurden 1937/38 von der Waggonfabrik Görlitz gebaut. Jeder Wagen verfügt über 16 überdachte Sitzplätze.

  • 3 Wagen mit Frontschreibe jeweils als 1. Wagen des Zuges
  • 3 Wagen mit Zugführerabteil mit Bremsventil, davon einer für Rollstuhlfahrer geeignet
  • 8 Wagen zur freizügigen Verwendung im Zugverband

In der Regel bestehen die beiden planmäßig eingesetzten Zuggarnituren aus 5 - 6 Personenwagen.

Es gibt noch 1 Transport- und Hilfswagen (Werkzeuge)

Die Strecke

2,3 km lang

Vorbei an der Sommerblumenwiese, den Seenterrassen und durch das Tal der Rosen.

historisch - alte Streckenführung

3,5 km Länge. Der eingleisige Bahnhof stand an der heutigen Messehalle 1-3, dann führte die Strecke durch einen Tunnel unter der heutigen “Sarotti-Treppe” hindurch in das Akazienwäldchen zwischen Weg und Freilichtbühne.

Öffnungszeiten

  • mittwochs, sonntags und feiertags von 10 Uhr bis 18 Uhr,
  • an allen anderen Tagen von 13 Uhr bis 18 Uhr.

In den Sommerferien (28. Juli bis 10. September) täglich von 10 bis 18 Uhr

Die Abfahrtszeiten richten sich jeweils nach dem Passagieraufkommen (Andrang oder Wartezeiten). Normal ist die Abfahrt zur vollen und halben Stunde.


Achtung: Sie fahren nicht bei schlechter Witterung und nassen Gleisen haben die vier Lokomotiven Fahrverbot und müssen im Depot bleiben.

Presseberichte

Fahrscheine

Neben den bisherigen Einzelfahrscheinen für Erwachsene (2,60 €), Begünstigte (2,10 €) und Kinder ab drei Jahren (1,50 €) gibt es

  • 5-er Fahrkarten zu 11 € (Erwachsene), 9 € (Begünstigte) sowie 6,50 € für Kinder
  • Kinder-10er-Karte für 13 €

Sonst

Die SSB ist seit Januar 2011 der Betreiber des Bähnles.