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Der Techniker '''Graf Ferdinand von Zeppelin''' (1838–1917; geboren in Konstanz, gest. in Berlin) entwickelte das lenkbare Luftschiff.  
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Der Techniker '''Graf Ferdinand von Zeppelin''' (1838–1917; geboren in Konstanz, gest. in Berlin) entwickelte das lenkbare Luftschiff ''(Zeppeline).'' Er ist in [[Stuttgart]] beerdigt.
  
  
Den Deutschen Krieg 1866 erlebte er als hoch ausgezeichneter Generalstabsoffizier (Ritterkreuz des Württembergischen Militärverdienstordens). Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 wurde er aufgrund eines Erkundungsritts hinter die feindlichen Linien berühmt. Bis 1891 bekleidete der Ingenieur der Maschinenbauwissenschaft hohe Ämter im Militär. Nach seiner Verabschiedung widmete er sich erfolgreich, entgegen der Meinung von Experten, ganz der Konstruktion des starren Luftschiffes. Das war nie eine Ein-Mann-Geschichte; so erwarb Zeppelin die Entwürfe und Patente  des Erfinders [[David Schwarz]], der kurz vor dem ersten Aufstieg seines Luftschiffes gestorben war. Für seine Konsequenz in der Entwicklung der Luftfahrt wurde er schließlich 1905 ehrenhalber württembergischer ''General der Kavallerie''. Seit 1909 wurden Zeppeline auch in der zivilen Luftfahrt eingesetzt.
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Den Deutschen Krieg 1866 erlebte er als hoch ausgezeichneter Generalstabsoffizier (Ritterkreuz des Württembergischen Militärverdienstordens). Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 wurde er aufgrund eines Erkundungsritts hinter die feindlichen Linien berühmt. Bis 1891 bekleidete der Ingenieur der Maschinenbauwissenschaft hohe Ämter im Militär. Nach seiner Verabschiedung widmete er sich erfolgreich, entgegen der Meinung von Experten, ganz der Konstruktion des starren Luftschiffes. Das war nie eine Ein-Mann-Geschichte; so erwarb Zeppelin die Entwürfe und Patente  des Wiener Erfinders David Schwarz, der kurz vor dem ersten Aufstieg seines Starrluftschiffs gestorben war. Für seine Konsequenz in der Entwicklung der Luftfahrt wurde Zeppelin schließlich 1905 ehrenhalber württembergischer ''General der Kavallerie''. Seit 1909 wurden ''Zeppeline'' auch in der zivilen Luftfahrt eingesetzt.
  
AIs im Anschluss an eine Havarie seines Luftschiffs '''LZ 4''' am 5. August 1908 in [[Echterdingen]] eine große Solidaritätswelle durch die Bevölkerung ging, führte dies zur ''Zeppelinspende des deutschen Volkes.'' Seine Firma in Bissingen/Enz war gerettet. Daraus wurden später die Flugzeugwerke Friedrichshafen (auch Dornier und ZF).  
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AIs im Anschluss an einen Unfall seines Luftschiffs '''LZ 4''' am 5. August 1908 in [[Echterdingen]] eine große Solidaritätswelle durch die Bevölkerung ging, führte dies zur ''Zeppelinspende des deutschen Volkes.'' Seine Firma in Bissingen/Enz war gerettet. Daraus wurden später die Flugzeugwerke Friedrichshafen (auch Dornier und ZF).  
  
  

Aktuelle Version vom 17. Juni 2015, 16:24 Uhr

Der Techniker Graf Ferdinand von Zeppelin (1838–1917; geboren in Konstanz, gest. in Berlin) entwickelte das lenkbare Luftschiff (Zeppeline). Er ist in Stuttgart beerdigt.


Den Deutschen Krieg 1866 erlebte er als hoch ausgezeichneter Generalstabsoffizier (Ritterkreuz des Württembergischen Militärverdienstordens). Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 wurde er aufgrund eines Erkundungsritts hinter die feindlichen Linien berühmt. Bis 1891 bekleidete der Ingenieur der Maschinenbauwissenschaft hohe Ämter im Militär. Nach seiner Verabschiedung widmete er sich erfolgreich, entgegen der Meinung von Experten, ganz der Konstruktion des starren Luftschiffes. Das war nie eine Ein-Mann-Geschichte; so erwarb Zeppelin die Entwürfe und Patente des Wiener Erfinders David Schwarz, der kurz vor dem ersten Aufstieg seines Starrluftschiffs gestorben war. Für seine Konsequenz in der Entwicklung der Luftfahrt wurde Zeppelin schließlich 1905 ehrenhalber württembergischer General der Kavallerie. Seit 1909 wurden Zeppeline auch in der zivilen Luftfahrt eingesetzt.

AIs im Anschluss an einen Unfall seines Luftschiffs LZ 4 am 5. August 1908 in Echterdingen eine große Solidaritätswelle durch die Bevölkerung ging, führte dies zur Zeppelinspende des deutschen Volkes. Seine Firma in Bissingen/Enz war gerettet. Daraus wurden später die Flugzeugwerke Friedrichshafen (auch Dornier und ZF).


Am 21. Januar 1915 bombardiert ein Luftschiffgeschwader die Hafenanlagen von London und verbreitet dort Angst und Schrecken, so wie sich Zeppelin das bei Kriegsbeginn bereits (öffentlich) erhofft hat. Im Laufe des Kriegs werden auf deutscher Seite 88 Zeppelin-Luftschiffe für den Kriegseinsatz produziert. Sie unternehmen 51 Angriffsfahrten und werfen 197 Tonnen Bomben ab, die 557 Menschen töten und 1.358 Personen verletzen.

Etwa 1.200 Mal rücken die Prallluftschiffe im Krieg zu Aufklärungsfahrten aus.


Von 1916 bis zu seinem Tode war Zeppelin als Vertreter der Ritterschaft Abgeordneter in der Ersten Kammer des Württembergischen Landtags. Während seiner Beerdigung im März 1917 überfliegen mehrere Luftschiffe den Stuttgarter Prag-Friedhof.

Einer der leicht dahin gleitenden Giganten verliert während des Überflugs einen im Durchmesser fünf Meter langen Propeller. Zu Schaden kommt bei diesem Anlass dank viel Glücks niemand.


1928 wird das Luftschiff LZ 127 Graf Zeppelin offiziell nach ihm benannt.

Weblinks