Wilhelma

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Die Wilhelma um 1900

Geschichte

Die Wilhelma wurde ursprünglich um das Jahr 1850 in Stuttgart Bad Cannstatt durch Karl-Ludwig von Zanth als "Gartenhaus mit Wohngebäuden und Ziergewächshäusern im Maurischen Stil" erbaut. Auftraggeber war König Wilhelm I. von Württemberg.

Erst nach dem 2. Weltkrieg wurde die zerstörte Schlossanlage zu einem Zoologisch-Botanischen Garten ausgebaut, der heute mit ca. 1000 Tier- und 5000 Planzenarten bis heute einer der artenreichsten Zoos in Deutschland wurde. Etwa 10.000 Tiere werden momentan auf 28 ha Fläche präsentiert.

Im Radio findet regelmäßig an Wochenenden oder in Ferienzeiten die Werbung mit der Durchsage statt: die Parkplätze an der Wilhelma sind überfüllt. Benutzen Sie die Park and Ride - Plätze.

Besondere Attraktionen in der Wilhelma

  • Afrikanische Huftiere
  • Amazonienhaus
  • Anlage für Bären und Klettertiere
  • Aquarium
  • Elefanten-Nashorn-Haus
  • Felsanlagen
  • Flusspferd-Tapir-Haus
  • Giraffenhaus
  • Greifvögel und Eulen
  • Haus für "niedere" Affen
  • Huftiergehege
  • Insektenhaus
  • Jungtieraufzuchtshaus
  • Känguru-Gruppe
  • Krokodilhalle
  • Menschenaffenhaus
  • Nachttierhaus
  • Raubtierhäuser
  • Schaubauernhof
  • Südamerika-Gehege
  • Tropenvögel- und Nachtierhaus
  • Terrarium
  • Vogel- und Kleinsäugerhaus
  • Vogelfreiflughalle

Eisbär-Nachwuchs

Am 28. Februar 2008 wurde bekannt, dass bereits am 10. Dezember 2007 in der Wilhelma ein Eisbär mit dem Namen Wilbär geboren wurde.

Brillenpinguine

Zu den Publikumslieblingen in der Wilhelma gehören die Brillenpinguine. Derzeit hat die Kolonie 54 Tiere, die bekanntesten sind Fritzi, Dr. Wilbert (Weibchen), Babe, Pepe und Gerda.

Diebstahl von "Babe"

Pinguindame Babe wird seit Ende Februar 2008 vermisst, die Polizei geht von einem Diebstahl aus. Dass das Tier einem Fuchs zum Opfer gefallen ist, kann ausgeschlossen werden, da Füchse nachts jagen, Babe aber am Tage verschwunden ist. Der Verlust wurde von Tierpfleger Gerhard Popp bei der täglichen Fütterung bemerkt. Inzwischen gehen sowohl Polizei als auch die Wilhelma davon aus, dass Babe nicht mehr am Leben ist.

Erhaltungszuchtprogramm

Es werden 51 Tierarten im Rahmen von Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP) gehalten und gezüchtet. Unter anderem gehören folgende Tierarten zu dem Zuchtprogramm:

  • Menschenaffen
  • Sumatratiger
  • Schneeleopard
  • Panzernashorn
  • Somali-Wildesel
  • Okapi
  • Bartgeier

Alle Tierarten in der Wilhelma, die zum Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen gehören, sind durch das EEP Logo erkennbar.

Neubau Zoologische Anlagen

Elefantenhaus

Da die heutige Anlage nicht mehr über den heutigen Standard verfügt, wird schon seit langem über einen Neubau der Elefantenanlage nachgedacht. Der Neubau wird auch einen separaten Bullenbereich erhalten, damit eine Zuchtgruppe gehalten werden kann.

Nachdem im Februar 2007 bekannt wurde, dass der Baubeginn des neuen Rosensteintunnels (B 10), der direkt unter der Elefantenanlage verläuft, sich um mindestens drei Jahre auf 2012 verzögern würde, wurde auch mit einem Baubeginn der neuen Elefantenanlage nicht vor 2017 gerechnet, so dass diese Anlage voraussichtlich 2018/19 fertig gestellt worden wäre. Proteste aus Teilen der Öffentlichkeit haben dazu geführt, dass nun doch 2011 mit dem Bau des Tunnels begonnen wird, so dass das Elefantenhaus aller Voraussicht nach ab 2012 gebaut und 2013/14 eröffnet werden kann.
Der tatsächliche Baubeginn ist abhängig von der Fertigstellung des neuen Rosensteintunnels. Da Elefanten eine natürliche Empfindlichkeit gegen Erderschütterungen haben, ist es zwingend notwendig, zuerst den Tunnel zu bauen. Man fand jedoch die Lösung: in der direkte Umgebung des Elefantenhauses wird der Tunnel in einer Baugrube in offener Bauweise errichtet, der Rest des Tunnels wird bergmännisch aufgefahren. Der Verein "Freunde und Förderer der Wilhelma e.V." übernimmt rund 50% der Baukosten in Höhe von 13 Millionen Euro.

Zur Zeit leben zwei asiatische Elefantenkühe in Stuttgart. Dies sind Pama (geb. 1966) und Zella (geb. 1967). Bis zu ihrem Tod am 10. Juli 2010 lebte außerdem noch Vilja in der Wilhelma. Vilja war der ältestes Elefant in Europa. Eine weitere Elefantenkuh, Molly (geb. 1966), musste im Sommer 2011 aus gesundheitlichen Gründen eingeschläfert werden.

Menschenaffenhaus

Auch das derzeitige Menschenaffenhaus entspricht nicht mehr den heutigen Standards. Im Frühjahr 2010 startete der Bau des neuen Menschenaffenhauses mit Freianlage, wobei statt der bisherigen vier Menschenaffenarten (Bonobo, Schimpanse, Orang-Utan und Gorilla) nur noch drei Arten zu sehen sein werden. Die Schimpansen werden in der neuen Anlage nicht mehr vertreten sein. Die bestehende Anlage – in welcher künftig nur noch die Orang-Utans untergebracht sein werden – wird umgebaut und mit der Anlage der Gibbons verbunden. Außerdem entsteht eine große Freianlage. Die Baukosten werden mit rund 13 Millionen Euro angegeben, davon die Hälfte aus Spenden über den Verein "Freunde und Förderer der Wilhelma".

Bilder

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