Villa Reitzenstein
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Die Villa Reitzenstein ist ein ehemaliges Wohngebäude in der Gänsheide, in dem sich das Staatsministerium des Landes Baden-Württemberg, der Dienstsitz des Ministerpräsidenten, befindet. Benannt ist sie nach der Bauherrin, einer Baronin Reitzenstein. Entworfen auf einem zweieinhalb Hektar großen Grundstück in einer Villengegend über der innenstadt von Hugo Schlösser und Johann Weirether.
Sie wurde 1913 im Stil der italienischen Renaissance mit einer 18 m hohen Kuppel als Dreiflügelbau mit einem Mansarddach fertiggestellt und 1922 an das Land Württemberg verkauft. Von den zweihundert Mitarbeiterinnen und -ern des Staatsministeriums arbeiten sechzig in der Villa Reitzenstein und dem angrenzenden Erweiterungsbau aus den 70er Jahren.
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Geschichte
Helene von Reitzenstein war die Witwe des Oberhofmeisters der württembergischen Königin Charlotte. Carl Friedrich Sigmund Felix Freiherr von Reitzenstein, aus einem fränkischen Adelsgeschlecht, war Sohn eines Generals, der die württembergischen Truppen im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 geführt hatte. Sie stammte aus der Familie Hallberger (Hallberger'sche Verlagshandlung, Deutsche Verlags-Anstalt - DVA).
Verkauf vor einem Umzug nach Bayern.
Von 1925 bis Frühjahr 1933 Sitz des Staatspräsidenten, zuletzt Eugen Bolz.
Nach Kriegsende Sitz des Militärgouverneurs, General Lucius D. Clay und dem von der amerikanischen Militärregierung eingerichteten Länderrat (der US-Zone)
Ab 1948 Sitz der Württemberg-Badischen Regierung
Ab 1952 Sitz der Baden-Württembergischen Regierung
Bekannte Räume
(z. B. werden sie bei Führungen gezeigt)
- die Eingangshalle, der runde Salon, der blaue Salon, das Eck- (ehemals Raucherzimmer, vertäfelt), das Musikzimmer, der Runde -, Gobelin- (Speisesaal) und der Kabinettssaal (ehemals Billardzimmer) und die Bibliothek
Die Gobelins
Der Speisesaal wurde nach den drei Gobelins mit Jahreszeiten-Motiven benannt.
Park
Nach einem Entwurf des
- Gartenarchitekten Karl Eitel
- Gartenplan und Erläuterungen (PDF-Datei)
Überwiegend ein engl. Landschaftsgarten mit Tempietto, auch ein "Felsengarten".
Erweiterungsbau
Literatur
- Gerhard Konzelmann: Villa Reitzenstein: Geschichte des Regierungssitzes von Baden-Württemberg. Hohenheim Verlag, Stuttgart u. Leipzig, 2004. ISBN 3-89850-104-3
- Verlag Weinbrenner: Kleine Geschichte der Villa Reitzenstein. DRW-Verlag Weinbrenner, Leinfelden-Echterdingen, 2003. ISBN 3-87181-534-9
Links
- Die Villa auf der Homepage des Staatsministeriums (stm.baden-wuerttemberg.de)
- Artikel bei Wikipedia
