Stolperstein
Aus Stadtwiki Stuttgart
Die Initiative Stolpersteine für Stuttgart e.V. beteiligt sich an der Verlegung von so genannten Stolpersteinen, kleinen messingnen Gedenktafeln 10x10 cm, flach auf Gehwegen und Plätzen in ganz Stuttgart, die an einzelne Opfer der Judenverfolgung erinnern sollen.
Die Idee für die Gestaltung der Stolpersteine stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig. Einen ersten so beschrifteten Stein ließ Demnig am 16. Dezember 1992, dem 50. Jahrestag des Befehls Heinrich Himmlers zur Deportation der „Zigeuner“, vor dem Historischen Kölner Rathaus in das dortige Pflaster ein. U. a. wurde er im Januar 2005 mit dem Obermayer German Jewish History Award ausgezeichnet, 2006 mit dem Bundesverdienstkreuz.
Mit diesen kleinen metallenen Gedenktafeln im Boden soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die von dort aus im Nationalsozialismus deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.
Beschreibung im Detail
Die Stolpersteine sind kubische Betonpflastersteine mit einer Kantenlänge von ca. zehn Zentimetern, auf deren Oberseite sich eine Messingplatte befindet. Sie werden vor den letzten frei gewählten Wohnorten der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster des Gehweges etc. eingelassen. Sie sind also entgegen ihrem Namen kein Hindernis beim Gehen. Sie haben eine individuell Beschriftung. In der Regel "Hier wohnte …", Namen, Geburtsjahr und was über den Tod bekannt ist.
Der Stadt entstehen keine Kosten. Die Stolpersteine gehen nach der Verlegung in das Eigentum der Stadt über. Damit sollen juristische Streitigkeiten mit den Spendern für diese Mini-Gedenktafeln weitgehend vermieden werden.
Die Steine in Stuttgart - Wo erinnert einer an wen?
Weblinks
- www.stolpersteine-stuttgart.de (Hier werden alle in Stuttgart verlegten Stolpersteine aufgelistet – mittlerweile sind es über 500 Täfelchen. Soweit dazu Biografien existieren, wurden sie mit den Namen verlinkt.)
