Hermann von Mittnacht
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Der Jurist Hermann von Mittnacht (1825–1909, mit allen Namen Hermann Carl Friedrich Mittnacht, ab 1887 Freiherr von Mittnacht) war der erste (damals noch ernannte) Ministerpräsident im damaligen Königreich Württemberg.
Nach ihm ist auch ein Bürogebäude (der Mittnachtbau) des Landes an der Königstraße und eine gleichnamige Straße benannt worden.
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Sein Leben
Hermann Mittnacht wurde am 17. März 1825 in Stuttgart als Sohn von dem Oberfinanzrat und Vermessungsdirektor Franz Jakob (von) Mittnacht (1781–1849) und von Magdalene von Sulzbeck (1791–1829) geboren. Er starb am 2. Mai 1909 in Friedrichshafen am Bodensee.
Er studierte in Tübingen und Heidelberg. Danach trat er 1849 in den württembergischen Justizdienst ein und war u.a. Staatsanwalt in Ellwangen. 1867 wurde Mittnacht Justizminister unter dem „Leitenden Minister“ Karl von Varnbüler. 1873 wurde er als Nachfolger des Freiherrn von Wächter auch Außenminister und 1876 erster Ministerpräsident des Königreichs Württemberg mit dem offiziellen Titel: Präsident des Staatsministeriums. Dies blieb er bis 1900, als er aus Altersgründen von den Regierungsämtern und dem Landtagsmandat zurücktrat. Seinen folgenden Ruhestand verbrachte er in Friedrichshafen.
Herrmann Mittnacht heiratete 1854 Angelika Bucher (1835–1910), die Tochter des württembergischen Landtagsabgeordneten Franz Xaver Bucher (1798–1859). Sie hatten vier Kinder.
Der Mittnachtbau
An der Kreuzung der Königstraße mit der Büchsenstraße sowie gegenüber der Schulstraße bzw. mit der Gymnasiumstraße stehen zwei Gebäudeteile, die diesen Namen tragen. Sie sind Teil der Blockbebauung, in der auch ein Ministerium untergebracht ist. Im Erdgeschoss sind eine ganze Reihe von Geschäften.
Siehe auch
- Das jeweilige Kabinett Mittnacht setzte sich aus bis zu sieben Personen gleichzeitig zusammen und bildete vom 31. August 1870 bis 10. November 1900 verschiedene Landesregierungen Württembergs zuletzt unter König Wilhelm II. (1848 — 1921).
- Die Mittnachtstraße befindet sich im Stadtbezirk Stuttgart-Nord. Sie läuft von der Nordbahnhofstraße zur Rosensteinstraße. ([xxx Lage] )
Literatur
- Deutscher Beton-Verein, Wirtschaftsgruppe Bauindustrie und Deutscher Zement-Bund (Hrsg.): Neues Bauen in Eisenbeton. Zementverlag, Berlin 1937.
- Martin Wörner: Stuttgart - Ein Architekturführer. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997 (2. Auflage), ISBN 3-49601157-2, S. 11-13.
Weblinks
- entsprechende Artikel gibt es bei Wikipedia
