Grüner Heiner
Aus Stadtwiki Stuttgart
Der Grüne Heiner ist ein Schuttberg auf den Gemarkungen Stuttgart-Weilimdorf und Korntal-Münchingen an der Bundesautobahn 81 westlich von Korntal gelegen. Der knapp 70 Meter hohe Berg erreicht eine Höhe von 395 m ü. NN. Die im Jahr 1999 installierte Windenergieanlage gilt heute als Wahrzeichen von Stuttgart-Weilimdorf.
Die hölzerne Aussichtsplattform auf der Bergkuppe bietet bei guter Sicht einen Blick bis zum Sendeanlage Mühlacker, dem Heuchelberg oder aber zur nahe gelegenen Solitude.
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Geschichte
Der Hügel entstand in den 1950er-Jahren durch künstliche Aufschüttung großer Mengen an (vor allem) Bauschutt. Der so entstandene neue Berg, der von der Bevölkerung den Namen „Heiner“ bekam, wurde bereits nach kurzer Zeit als Ausflugsziel genutzt. Nach dem Zuwachsen mit Gras und anderer Vegetation erhielt er auf Grund seines neuen Erscheinungsbildes den neuen Spitznamen Grüner Heiner, wobei seine Popularität insbesondere wegen des bei klarem Wetter außerordentlich guten Fernblicks noch weiter zunahm.
Nutzung
Der Grüne Heiner wird heute als Naherholungsgebiet, für den Modellflug und zur Energiegewinnung genutzt. Die Drachen- bzw. Modellflieger schätzen seine stets sicheren Windverhältnisse.
Auf Grund der sehr guten Windwerte, auf die die Stadt Stuttgart im Jahre 1994 aufmerksam wurde, entstand die Idee, das Windaufkommen zur umweltfreundlichen Erzeugung von elektrischer Energie zu nutzen. Nach Erfüllung diverser Auflagen der zuständigen Behörden begann ab Ende Oktober 1999 der Bau einer Windenergieanlage durch die eigens dazu gegründete Firma Gedea Windkraft Grüner Heiner KG. Am 16. März 2000 erfolgte die erste Stromeinspeisung in das öffentliche Netz. Die Windkraftanlage besitzt eine Nennleistung von 500 kW (Jahresleistung ca. 767 MWh). Die Betreiber setzen auf die für die Region sehr gute Windgeschwindigkeit von ca. 5,7 m/s im Jahresmittel. Spätestens durch die Installation der Windkraftanlage ist der Grüne Heiner zu einem Wahrzeichen von Stuttgart-Weilimdorf und Umgebung geworden.
