Eduard Pfeiffer

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Eduard (von) Pfeiffer (* 24.11.1835 in Stuttgart; † 21.05.1921 in Stuttgart)


Biografie

Eduard Pfeiffer wurde als Sohn des Hofbankdirektors Marx von Pfeiffer geboren. Bis 1862 studierte er an verschiedenen Hochschulen in Leipzig, Stuttgart, Heidelberg und Berlin und promovierte zum Dr.jur.

Die Verarmung von großen Teilen der "einfachen" Bevölkerung wollte Pfeiffer durch soziale Reformen nach englischem Vorbild stoppen. Während seinen Reisen lernte er das System der Genossenschaften in England kennen, schrieb darauf hin eine Abhandlung dazu und gründete den "Stuttgarter Consum- und Ersparnisverein". Eduard Pfeiffer veranlasste auch die Gründung der ersten nichtkommerziellen Arbeitsvermittlung.

Mit Pfeiffers finanzieller Unterstützung wurden zwischen 1870 und 1887 verschiedene gemeinnützige Einrichtungen erbaut (z.B. die Stuttgarter Waschanstalt, ein Ledigen- und Arbeiterwohnheim sowie eine Badeanstalt mit Schwimmhalle.

Im Jahr 1866 wurde der "Verein für das Wohl der arbeitenden Klassen" von ihm gegründet, der sich zur Verbesserung der Wohnverhältnisse in Stuttgart das Ziel gesetzt hat preiswerte Wohnungen zu bauen. Ab 1891 wurde die "Musterkolonie" in Ostheim gebaut. In den kommenden Jahren und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden durch den Verein zahlreiche weitere Bauprojekte realisiert, z.B. die Siedlung "Ostenau" in der Nähe des Ostendplatzes.

Eduard Pfeiffer heiratete 1872 die junge Bankierswitwe Julie Benary, leider blieb die Ehe kinderlos.

Nach dem Tode Eduard Pfeiffers wurde das Vermögen in die heute noch bestehende "Eduard-Pfeiffer-Stiftung" übertragen. Für damalige Verhältnisse zählte das Ehepaar Pfeiffer zu den wohlhabendsten Bewohnern in Württemberg.

König Karl verlieh Pfeiffer im Jahr 1883 den Titel "Hofrat", das Ehrenkreuz des Württembergischen Königshauses erhielt er 1900, die Stadt Stuttgart ernannte in 1909 zum Ehrenbürger der Stadt und durch König Wilhelm II. wurde er mit dem Titel "Exzellenz" ausgezeichnet.

Bis heute sind die damals erbauten Häuser im Besitz des mittlerweile als "Bau- und Wohnungsverein" firmierenden ältesten Stuttgarter Wohnungsbauunternehmens als Nachfolger des "Gemeinnützigen Bau- und Wohlfahrtsverein". Im Jahr 2007 zog die Verwaltung des Unternehmens in den ehemals als Kindergarten genutzten Bau in der Schwarenbergstr. 64 um.


Benannte Plätze und Gebäude

Der Name "Eduard Pfeiffer" ist mit der Stadt Stuttgart eng verbunden, es gibt z.B.: - Eduard-Pfeiffer-Straße - Eduard-Pfeiffer-Platz (ehemals "Teckplatz") - Eduard-Pfeiffer-Bücherei (benannt 2001, Stadtteilbücherei Ost)

Persönliche Werkzeuge