Anna Haag

Aus Stadtwiki Stuttgart

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Ehefrau und Politikerin Anna Haag (* 10. Juli 1888 in Althütte; † 20. Januar 1982 in Stuttgart) setzte sich u. a. in/mit der SPD für eine konsequente Friedenspolitik und die Frauenrechte ein. Sie heiratete 1909 den späteren Professor der Mathematik und Philosophie Albert Haag aus Künzelsau. Im Ersten Weltkrieg unterrichtete sie in Schlesien, Pommern, Bukarest und Nürtingen und zog mit ihrer Familie 1926 nach Stuttgart. Sie war Mutter von drei Kindern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie Mitglied in der Verfassungsgebenden Landesversammlung (Kriegsdienstverweigerungs-Recht ! ). Ihr Satz „Niemand kann zum Dienst mit der Waffe gezwungen werden“ aus der Verfassung von Württemberg-Baden wurde nur leicht abgeändert in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen („Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden“, Art. 4 Abs. 3. Ebenso trat sie für die Anerkennung der Hausfrauenarbeit als vollgültige Arbeit ein. Danach wurde sie Landtagsabgeordnete.

Sie wurde in Stuttgart-Hoffeld auf dem Birkacher Friedhof beigesetzt. Dort ist auch eine Straße nach ihr benannt. In ihrem Geburtsort wurde die Grundschule nach ihr benannt. Inzwischen tragen zwei weitere Schulen ihren Namen, eine Hauswirtschaftliche Schule in Backnang und eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule in Nürtingen-Neckarhausen. Auch das Mehrgenerationenhaus in Bad Cannstatt trägt ihren Namen.

Auszeichnungen

Quellen, Weblinks

Literatur

  • Birgit Meyer: „Denkt daran, wir Frauen müssen es machen!“. In: Frauen im Männerbund. Politikerinnen in Führungspositionen von der Nachkriegszeit bis heute. Campus, Frankfurt/Main 1997, S. 279-294. ISBN 3-593-35889-1
  • Eduard Kopp: "Anna Haag - Die schwäbische Frauenpolitikerin …". Chrismon, 8/2011 S. 37
Persönliche Werkzeuge